Piloten Lederjacke
Pilotenlederjacken ähneln einander aus gutem Grund: Sie mussten denselben Bedürfnissen begegnen. Einerseits mussten sie den Piloten Bewegungsfreiheit lassen, andererseits mussten sie wärmen. Es handelt sich bei der Pilotenlederjacke um das traditionelle Bekleidungsstück der britischen RAF-Piloten oder der amerikanischen Airforce-Piloten. Sie mussten in ungeheizten Maschinen teils in großen Höhen fliegen.
Was macht Pilotenlederjacken einzigartig?
Die einen loben den männlichen Look, die anderen die Wärmeleistung, die nächsten die erstklassige Verarbeitung. Die Jacken der Royal Airforce und der amerikanischer Flieger unterscheiden sich eher in der Farbstellung als im Schnitt. Die knapp hüftlange Kurzjacke besteht aus robustem gewachstem Leder. Sie wird häufig aus einem Stück gefertigt. Sie ist mit einer Lammfellfütterung ausgestattet und hat einen Gürtel oder Halbgürtel in Taillenhöhe. Manche Modelle - beispielsweise die Jacke der RAF Spitfire-Piloten - haben Reißverschlüsse an den Ärmeln, die die Bewegungsfreiheit im Armbereich erhöhen. Andere sind mit Kapuzen oder herausnehmbarem Innenfell ausgestattet. Zwei Außentaschen sind Standard. Manchmal sind diese Doppeltaschen und bestehen aus einer beidseits aufgesetzte Pattentasche, die auch als seitlich zugängliche Schlupftasche nutzbar ist. Die Piloten-Lederjacken sind robust und warm. Man kann den mit Lammfell gefütterten Kragen mit zwei Schnallen oder einem Klippverschluss hoch stellen.
Nobelmodelle der klassischen Fliegerjacke
Die edleren Modelle der britischen Royal Airforce wurden im Zweiten Weltkrieg getragen. Manche besaßen zusätzlich Belüftungslöcher unter den Armen. Fast schon legendär sind die ledernen Fliegerjacken, die mit zahlreichen Army-Patches bedeckt sind. Viele Hersteller von Pilotenlederjacken waren zunächst als Militärausstatter für die britische oder amerikanische Air Force ins Geschäft gekommen. Später verlegten sich die Unternehmen darauf, Fliegerjacken für die Zivilbevölkerung zu fertigen. Bis heute sind Pilotenlederjacken Moderenner. Für manches Modell muss man 700 Euro hinlegen. Das ist kein Problem für Hollywood-Schauspieler und Möchtegern-Ölmagnaten, die sich mit dem Retro-Flair der Airforce gerne ein bisschen Heldentum auf den Körper projizieren. Tom Cruise fährt im Film "Top Gun" mit einer Pilotenlederjacke durch die Gegend. Wer eine Pilotenlederjacke trägt, erweist sich als ganzer Kerl mit Hang zum Heldentum. Wer wollte nicht so ein Image erzeugen! Als Gag wird im Innenfutter mancher Pilotenlederjacken ein Fluchtplan eingedruckt. Mit der Zeit erhalten die klassischen Pilotenjacken aus Leder die Patina, die nur echtes Leder auszeichnet.
